Frauen rutschen schneller in die Altersarmut – So kannst Du dem entgehen

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Für den Ruhestand Geld zur Seite zu legen, ist ein wichtiges Thema für alle von uns. Dabei ist es völlig egal, ob Du jung oder alt, männlich oder weiblich bist. Wir alle wollen einen Lebensabend verbringen, der frei von finanziellen Sorgen und möglichst unbeschwert ist. 

Leider ist das aber gerade bei Frauen sehr oft nicht der Fall. Es klafft eine riesige Rentenlücke, die sie nicht schließen können. An einen sorgenfreien Ruhestand ist da nicht zu denken. Warum Frauen deutlich schneller in die Altersarmut rutschen und wie Du diese Entwicklung für Dich vermeiden kannst, verraten wir Dir in unserem Beitrag. 

Die Swiss Life Deutschland hat mit einer Umfrage eine dramatische Entwicklung offengelegt

Inwiefern Frauen häufiger von Altersarmut betroffen sind, untersuchte YouGov in einer Studie im Auftrag von Swiss Life Deutschland. Dabei wurden 1,5 Millionen Kundinnen und Kunden des Versicherers befragt. Schnell wurde deutlich, dass nur 43 Prozent der Frauen Altersvorsorge-Produkte in Anspruch nehmen. Bei den Männern sind es hingegen immerhin 56 Prozent. 

Dabei fällt auf, dass nicht nur weniger Frauen in ihre Zukunft und damit in ihre Altersvorsorge investieren. Sie sind zudem auch noch sparsamer, was ihre Beiträge und Kapitalanlagen betrifft. Dabei ist ihnen sehr wohl bewusst, dass ein Investment von weniger als 150 Euro im Monat ihre Rentenlücke im Alter nicht schließen wird. Eine Erkenntnis, die sie trotzdem nicht dazu bewegt, ausreichend Kapital anzusparen. 

Das ist ein großes Problem, zumal auf die gesetzliche Rentenversicherung allein kein Verlass mehr ist. Im Jahr 2020 haben Männer im Schnitt zum Beispiel eine monatliche Rente von 1.227,39 Euro erhalten. Frauen wurden sogar nur durchschnittlich 800,28 Euro ausgezahlt. Ein großer Unterschied, der sich in Bezug auf den Lebensstandard im Rentenalter deutlich bemerkbar macht. 

Umso wichtiger ist es also, schon frühzeitig in eine private Altersvorsorge zu investieren. Gerade als Frau solltest Du nicht nur auf die gesetzliche Rentenversicherung setzen, sondern größer denken und verschiedene Angebote der Altersvorsorge nutzen. Welche Du wählst, ist dabei Typ-abhängig und erst im zweiten Schritt relevant. Wichtig ist, dass Du überhaupt etwas tust, die Höhe Deiner Rentenlücke kennst und ihr entgegenwirkst. 

Warum Mutterschaft das Risiko der Altersarmut erhöht

Leider ist der Familiennachwuchs ein Grund, warum Frauen im Alter oft mit nur wenig finanziellen Mitteln auskommen müssen. Nicht genug, dass das weibliche Geschlecht durchschnittlich weniger Gehalt bekommt, da Frauen öfter in schlechter entlohnten Berufen arbeiten als Männern. Auch das Arbeiten in Teilzeit, um Zeit für die Erziehung der Kinder zu haben, schlägt sich auf die Rente nieder. 

Ein ganz großer Minuspunkt, was die spätere Rentenhöhe betrifft, ist demnach die Mutterschaft. Denn nicht nur Vollzeit oder Teilzeit macht den Unterschied. Auch das temporäre Ausscheiden aus dem Job durch Schwangerschaft, Geburt und Elternzeit macht sich zum Rentenstart finanziell bemerkbar. Die Rentenlücke wird damit größer und größer.

Frauen sorgen seltener fürs Alter vor, starten dafür aber früher

In der Umfrage hat Swiss Life Deutschland auch erkannt, dass das weibliche Geschlecht zwar seltener in eine Altersvorsorge investiert, dafür aber mittlerweile früher damit startet. Während das Durchschnittsalter beim Abschluss der Rentenversicherung 2009 noch bei 34 Jahren lag, ist es 2019 mit 31,5 Jahren deutlich niedriger. Gleiches ist bei Investments in Aktien und Immobilien zu beobachten.  

Dieser Trend zeigt, dass bei Frauen das Bewusstsein gestiegen ist, aktiv etwas für die Altersvorsorge tun zu müssen. Eine gute Entwicklung, die durch mehr Aufklärung noch Fahrt aufnehmen sollte. Nur so ist es möglich, als Frau im Alter ohne finanzielle Sorgen leben zu können und der Rentenlücke zu entgehen. 

Fazit

Der Versicherer Swiss Life Deutschland hat 1,5 Millionen seiner Kundinnen und Kunden befragt, ob und seit wann sie in die Altersvorsorge investieren. Dabei wurde ein großes Defizit auf Seiten der Frauen deutlich. Sie legen seltener Geld fürs Alter zur Seite und dann auch noch zu wenig. Daraus entsteht ein Ungleichgewicht, sodass Frauen im Ruhestand wesentlich weniger Geld zur Verfügung steht als Männern. 

Um dem entgegenzuwirken, solltest Du Dich als Frau frühzeitig informieren und einen Überblick über Deine Finanzen bekommen. Rentenrechner wie der von Horizon65 können dabei eine gute Hilfe sein. So hast Du eine Vorstellung, wie groß Deine Rentenlücke ist und wie viel Du investieren musst, um sie zu schließen. Das Risiko einer möglichen Altersarmut hast Du damit reduziert, und Deinem sorgenfreien Rentenstart steht hoffentlich nichts mehr im Wege. 

Quelle: https://www.swisslife.de/ueber-swiss-life/presse/pressemitteilungen/newsfeed/2019/07-09.html

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Seamus Wolf

Über den Author:

Seamus Wolf ist anerkannter Experte für Finanzplanung. Seit mehreren Jahren ist er auf Ruhestandsplanung spezialisiert. Als unabhängiger Fachmann für Versicherungen und Finanzanlagen hilft er seinen Kundinnen und Kunden dabei ihre Wunschrente zu erreichen. Er berät Menschen zu Fragestellungen rund um Kapitalanlagen wie Immobilien sowie Aktien als auch zu steuerlich geförderten Investment-Sparplänen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

18. Feb 2022

Seamus Wolf
Von Seamus Wolf

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